Schiedsverfahren in Familiensachen

Das Familienschiedsverfahren bietet Möglichkeiten zur außergerichtlichen Streitbeilegung auch dann, wenn zwischen den Beteiligten keine Einigung erzielt werden kann. Das Schiedsgericht kann vor oder auch während eines ruhenden gerichtlichen Verfahrens angerufen werden. Voraussetzung ist, dass beide Beteiligten anwaltlich vertreten sind, die Einleitung des Schiedsverfahrens beantragen und eine Schiedsvereinbarung treffen. Das Schiedsverfahren endet entweder durch den Abschluss eines Vergleichs oder einen für beide Beteiligten verbindlichen Schiedsspruch.

Gegenstand eines Schiedsverfahrens können sein:

  • Ehegatten-, Kindes- und Elternunterhalt
  • Güterrechtliche Auseinandersetzung
  • Vermögensauseinandersetzung außerhalb des Güterrechts

Die Vorteile des Schiedsverfahrens:

  • Schnelle Entscheidung
  • Sofortige Terminbestimmung
  • Eigene Auswahl der Richter
  • Abschließende Erledigung in einem Verfahren und kein langer Instanzenzug
  • Nichtöffentliche Verhandlung mit Verschwiegenheitspflicht
  • Niedrige Kosten